41 Einträge, 22 Kommentare und 5036 Besucher - Seit Juni. So die Statistik meines Blogs.

Angemeldet habe ich mich bei dieser Plattform um mein Abendteuer als Seefahrerin für meine Lieben daheim dokumentieren zu können.
Mangels Zeit und Internetverbindung ist dies jedoch leider nicht so ausführlich geworden wie der Teil über meinen neuen Mitbewohner, der seit inzwischen einem Jahr meine Wohnung unsicher macht.

Da ich gerne schreibe und das Geschriebene auch immer wieder gelobt wird, führe ich den Blog fort. Mit dem, was jetzt eben so passiert. Meistens, wenn bei mir was passiert, dann weil Max Dummheiten anstellt. Daher so viele Posts über Max' Abendteuer.

Kürzlich habe ich jedoch festgestellt, dass die Vergangenheit einen doch immer wieder einholt. Gar nicht unbedingt immer im negativen Sinne. Aber man wird immer mal wieder damit konfrontiert. So wurde ich jüngst aufgrund meines Blogs angeschrieben und zu genaueren Schilderungen zu meiner Zeit auf dem Schiff gefragt. Wie die Arbeit im Clubteam war. Wie die Stimmung an Bord und in der Crew war.....

Das regt natürlich wieder zum Nachdenken an. Man lässt nochmal alles Revue passieren. Inzwischen ist es schon fast zwei Jahre her und ich gewinne nicht nur immer mehr Abstand, sondern ich mache in meinem erlernten Beruf, als Industriekauffrau immer mehr Erfahrungen und auch Fortschritte.

Ich bereue das Abendteuer Clubteam-Mitglied auf einem Kreuzfahrtschiff nicht. Aber ich kann es auch nicht vorbehaltslos weiterempfehlen. Ich habe für mich mit Sicherheit viel gelernt. Wenn man es ganz nüchtern betrachtet hätte ich in der Zeit aber auch in meinem Job weiter voran kommen können. Wo ich jetzt wäre und ob ich besser dran wäre kann ich nicht beurteilen.
Ich weiß, dass ich jetzt super zufrieden bin und meinen Job, meinen Arbeitgeber und meine Kolleginnen nicht so schnell wieder eintauschen möchte.

Es freut mich aber, wenn ich anderen bei ihrer Entscheidungsfindung behilflich sein kann. Ich rate niemandem komplett ab. Andere Teams, andere Schiffe, andere Routen und auch andere Charakterzüge der Bewerber oder andere Ansprüche lassen keine Pauschalisierung zu. Was für mich absolut nichts war, kann für andere tatsächlich ein Traum sein. Und genauso wenig wie ich mich damals habe abhalten lassen, würde ich andere davon abhalten wollen, ihr Glück zu versuchen.

Jeder hat seine eigenen Träume und empfindet anders. Darum sollte auch jeder seinen Weg gehen dürfen. Was man jedoch kann ist aus Fehlern anderer lernen und sich besser auf eigene Abenteuer vorbereiten. Vielleicht einen Moment länger darüber nachdenken.

Ich vertrete weiter die Meinung, dass man die Chancen ergreifen sollte, die sich einem bieten. Im Heute leben und nicht zu viel über Übermorgen nachdenken. Das Leben LEBEN. Einen Moment lang innehalten und dabei nachdenken schadet jedoch nicht. Im Gegenteil. Es bewahrt einen vielleicht vor Dummheiten oder Rückschlägen, die unnötig sind und die es nicht wert sind, erlebt zu werden. Widerspricht sich ein Zusammenspiel aus Spontanität und bedachtem Handeln? Man muss ja nicht alles stundenlang abwägen. Aber kann man nicht auch spontan sein MIT HIRN und VERSTAND?

Ich finde man kann!

Man muss vielleicht übern, aber meiner Meinung nach geht es durchaus! Wie ein Patient im Wartezimmer beim Arzt gestern neben mir es ganz treffend gesagt hat: Man kann schon, man muss nur wollen.